Spektakuläre ICAO-Übung in Thun

(von Hans Fuchs)

Air-Thun organisierte am 13. Mai 2019 eine Übung auf dem Flugplatz, bei der in einem realistischen Szenario die Blaulicht-Organisationen getestet wurden. Die Annahme: Ein Flugzeug musste den Start abbrechen, gelangte über die Piste hinaus und kollidierte mit einem vollbesetzten Van.

Vom Flugplatz Bern erhielten wir einen Flugzeugrumpf, speziell für Feuerwehrübungen ausgerüstet mit verschiedenen Möglichkeiten, Brände zu simulieren. Den abbruchreifen Van stellte uns eine Garage zur Verfügung. Der Waffenplatz stellte uns WK Soldaten, die aufwändig zu mehr oder weniger schwer verletzten Auto- und Flugzeuginsassen präpariert wurden. Die Toten, der Pilot und ein aus dem Auto geschleuderter Passagier wurden durch Puppen dargestellt.

Nachdem das Unfallgeschehen auf der Panzerpiste am Runway Ende 32 fertig aufgebaut war und die Figuranten ihre Plätze eingenommen hatten, wurde um 19:00 Uhr der Alarm – wie in unseren Emergency Procedures vorgesehen – über die REGA Notfallzentrale 1414 ausgelöst.

17 Minuten später begann der erste Löscheinsatz der Feuerwehren, danach die Bergung der Verletzten mit anschliessender medizinischer Versorgung durch die angerückten Sanitätsdienste.
Die Polizei ermittelte die Identitäten der Verletzten und der Todesopfer und untersuchte den Unfallhergang.

Zwei Inspektoren des BAZL sowie zwei Spezialisten der Flughafenfeuerwehr des Flughafens Zürich-Kloten, beobachteten die Übung. In der abschliessenden Manöverkritik wurde den Blaulicht-Organisationen generell gute Arbeit zugestanden . Einzelne Punkte, die verbesserungswürdig erschienen, wurden eingehend diskutiert. 

Der Kommandant der Kantonspolizei war unzufrieden mit der Alarmierung durch die Alarmzentrale der REGA. In der Folge nahm er den Kontakt mit BAZL und REGA auf, und als Fazit wurde ein neues Emergency Procedure entwickelt. 

Bei einem Flugunfall Alarmierung der Rettungskräfte über Notrufnummer 117

Bei ausschliesslich medizinischen Vorfällen wird über Notrufnummer 144 alarmiert.

Immer gilt als Sofortmassnahme: Absperren, retten, löschen, und das mit Rücksicht auf die eigene Sicherheit. Die Rettungskräfte brauchen eine gewisse Zeit, bis sie vor Ort sind und übernehmen können.

 

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