Airnav Pro hat verschlafen


Skydemon heisst der neue Favorit der VFR-Piloten


Mein Fliegerkollege Christoph Röthenmund hat mich letztes Jahr beim Cockpit-Schnuppertag in Zweisimmen auf die Idee gebracht, einmal Skydemon auszuprobieren. Den lausigen Kundenservice von Airnav Pro müssen wir hier nicht diskutieren; der ist allen Usern bekannt. Und dass man die Desktop-Version sang- und klanglos hat fallen lassen, trägt auch nicht viel zur Rettung dieser Firma bei, obschon parallel dazu die mobile Version einige Verbesserungen erfuhr.

Skydemon ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Die Lizenz kostet im ersten Jahr CHF 151.— und in den Folgejahren CHF 97.— und berechtigt dazu, die App auf einem Desktop- und zwei Mobilgeräten zu betreiben. Die Desktop-Version gibt es nur für Windows, aber mit Parallels läuft sie problemlos auf meinem Mac:


(zum Vergrössern klicken)
Skydemon auf meinem Mac unter Parallels. Inklusive GAFOR-Routen und -Zustände, Niederschlag und Wind.
Und natürlich kann man auch die Prognose für einen bestimmten Zeitpunkt einblenden.


Dabei geht das mit den zwei mobilen Devices denkbar einfach: Wenn ich Skydemon auf einem neuen Gerät aufrufe, erscheint dieser Dialog:

Man klickt auf «Yes» und tippt seine Login-Daten ein. Wenn vorher schon zwei Mobilgeräte angemeldet waren, schmeisst das System automatisch dasjenige raus, das länger nicht benutzt wurde. Will man Letzteres dann doch wieder benutzen, geht’s genau so einfach.


Wer oft im Ausland fliegt, wird vor allem begrüssen, dass er ohne Aufpreis (!) die Karten dieser Länder herunterladen kann:




Klickt man auf einen markierten Luftraum, werden die Details automatisch angezeigt, und auch, ob der Luftraum durch ein NOTAM aktiviert ist:



Der Vorteil gegenüber der ICAO-Karte ist, dass man bei jedem Flugplatz die wichtigsten Routen vorfindet, ohne sie extra aufrufen zu müssen:


Wer es genau wissen will, kauft die Karten der offiziellen Landesbehörde (z. B. Skyguide) dazu und blendet sie beim Approach ein:


Abflug- und Zielflughafen sind schnell eingetippt…
…dann wird die Route verfeinert. Die Linie rastet dabei an wichtigen Wegpunkten ein. Wegpunkte wohlverstanden, die man nicht extra vorher eingeben muss!

Weiter kann man in den Grundeinstellungen dafür sorgen, dass man vor allen möglichen Gefahren gewarnt wird. Beispielsweise kann man einstellen, dass man fünf Meilen vor einem Höhen-Hindernis gewarnt wird, falls man nicht die nötige Sicherheitshöhe hat.

Es gäbe zu Skydemon und dem motivierten britischen Team, das dahinter steckt, noch einiges zu sagen, aber es bringt ja nichts, hier die halbe Bedienungsanleitung wiederzugeben. Wer einen Flugsimulator besitzt, lernt Sykdemon am besten in der ungefährlichen Praxis kennen. Skydemon arbeitet nämlich mit allen möglichen externen Geräten zusammen, über «GDL90» auch mit dem zur Zeit beliebtesten FlightSim «MSFS2020»:


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